Hier finden Sie eine Übersicht der je neuesten Beiträge der Zeitschrift. Zu den Vollartikeln folgen Sie bitte den Links.

 

Gadamers philosophische Hermeneutik und ihre Bedeutung für die therapeutische Praxis der Daseinsanalyse

Hilmar Schmiedl-Neuburg

Abstract: Hans-Georg Gadamers Werk Wahrheit und Methode (1990 [1960]) gilt als das wichtigste Werk der Hermeneutik im 20. Jahrhundert. Die Daseinsanalyse als Psychotherapie hingegen entstand aus der Verschmelzung der Psychoanalyse Sigmund Freuds und der Daseinsanalytik Martin Heideggers. Vor diesem Hintergrund geht der Aufsatz der Frage nach, ob auch das philosophische Werk des bedeutendsten Heideggerschülers, Hans-Georg Gadamer, sich für die daseinsanalytische Psychotherapie fruchtbar machen lässt. Im Rahmen des Aufsatzes werden daher im ersten Teil die Grundzüge der gadamerschen philosophischen Hermeneutik vorgestellt und im zweiten Teil ihre Bedeutung für die daseinsanalytische Psychotherapie exploriert.

Keywords: Gadamer, Hermeneutik, Daseinsanalyse, Psychoanalyse

Veröffentlicht: 24.11.2021

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Sexualität im gender-check. Psychoanalyse vs. P.B. Preciado

Edith Seifert

Abstract: Der Artikel reagiert auf die Kritik des aktuell tonangebenden transsexuellen Philosophen P.B. Preciado, wonach die Psychoanalyse entscheidende Veränderungen ihrer Zeit versäume: das Phänomen der durch die neuen Technologien entstandenen neuen Körper und die damit verbundene Neuordnung der Verwandtschaftsbeziehungen. Die Psychoanalyse beharre ungeachtet aller Neuerungen auf einer binären Geschlechtsordnung.

Keywords: Neue Körper, binäre Geschlechtsordnung, Vaterfunktion, Kastration

Veröffentlicht: 24.11.2021

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Das ist es! – Das ist es nicht! Eine Überlegung zum Künstler*innen-Begehren nach Jacques Lacan und Roland Barthes

Marie von Heyl

Abstract: Im Folgenden wird der Versuch unternommen, eine These zur Begehrensdynamik künstlerischer Produktion zu formulieren. Als Dreh- und Angelpunkt dient der Fund zweier auf den ersten Blick widersprüchlicher Aussagen im Werk von Jacques Lacan und Roland Barthes. Das künstlerische Schaffen, so die These der an diesen Fund anschließenden Überlegung, wird bewegt von einem Künstler*innen-Begehren, das sich am Kunstwerk als produktiv erweist. Damit soll nicht zuletzt Sigmund Freuds Aussage, das Kunstwerk diene der Künstlerin als Ersatzbefriedigung innerhalb einer Triebökonomie der Versagung, um eine dialektische Begehrensdynamik erweitert werden. In einem zweiten Schritt wird entlang einer Werkanalyse der künstlerischen Arbeit A Voyage of Growth and Discovery (2010) von Mike Kelley und Michael Smith, das Begehrensgeschehen auf der Darstellungsebene reflektiert.

Keywords: Künstler*innen-Begehren, Lacan’sche Psychoanalyse, Phänomenologie der Affekte, künstlerische Forschung

Veröffentlicht: 24.11.2021

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